FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Bonsai bzw. einem Arbeitskreis. Wir geben antworten!


1.) Was ist ein Bonsai?

Das japanische Wort „Bonsai“ (盆栽), ursprünglich „Penjing“ (aus dem Chinesischen), setzt sich zusammen aus Bon=Schale,Topf oder Tablett und Sai=Baum oder Pflanze. Es bedeutet also: Einen auf ein Tablett oder in eine Schale gepflanzten Baum.
Trotz der geringen Größe drückt ein Bonsai die Schönheit und die Vollkommenheit eines in natürlicher Umgebung gewachsenen Baumes aus. Die Gestaltung und Pflege eines Bonsai erfordern ein wenig Geschick, Geduld und Naturverständnis. Wer mit Pflanzen eine glückliche Hand hat, wird auch den Umgang mit Bonsai schnell erlernen und viel Freude daran haben.

2.) Warum ist ein Bonsai so teuer?

Die Größe der Bäume täuscht über ihr Alter hinweg. Die meisten Bonsai sind mehrere Jahrzehnte alt, manche sogar mehrere hundert Jahre alt. Ein gesundes, ausdrucksstarkes Exemplar ist über lange Zeit intensiv gepflegt worden und deshalb kaum mit dem Preis einer Zimmerpflanze vergleichbar.
Bonsaigärtner besitzen eher ein überdurchschnittliches Maß an Idealismus als den Hang zu Geldgier. Seien Sie gegenüber Sonderangeboten und angeblichen Schnäppchen vorsichtig. Die schwarzen Schafe finden Sie am schnellsten unter den Discountern und im größten Auktionshaus der Welt. Qualität hat ihren Preis.

3.) Woraus kann man einen Bonsai gestalten?

Tatsächlich kann theoretisch aus jeder holzbildenden Pflanze ein Bonsai werden. Besonders gut eignet sich kleinblättriges Material. Viele Einsteiger versorgen sich erst mal mit einer Hainbuche aus einer Heckenpflanzung oder sammeln einen Ahorn in der Natur.
Eine preiswerte Variante, wenn man die Geduld aufbringen kann die gesammelten Bäume (jap. „Yamadori“) 3-5 jahre zu betreuen bis sie anfangen nach einem Baum auszuschauen.
Eine flache Schale kann erst verwendet werden wenn der Wurzelballen entsprechend flach entwickelt wurde. Um eine imposante Krone zu erhalten sind ein richtiger Astaufbau und gute Astverteilung notwendig. Gerade die Pflege und Aufzucht junger Exemplare ist ein nicht ganz einfacher, dafür aber sehr lehrreicher weg.

4.) Warum bleiben Bonsai so klein?

Bonsai sind keine speziellen Züchtungen. Das Ausgangsmaterial für die Bonsai-Gestaltung liefern ganz normale Baumarten. Grundsätzlich lassen sich aus jeder verholzenden Pflanzenart Bonsai gestalten. Lediglich die gärtnerischen Maßnahmen halten den Baum klein. Hier ist es vor allem der korrekte Schnitt von Trieben, Blättern und Wurzeln, der dem Baum seine Form gibt und ihn gleichzeitig klein hält. Aber auch das Leben in einer Bonsai-Schale beeinflusst das Größenwachstum des Baumes.

5.) Mir gehen meine Zwergbäume immer ein. Was mache ich falsch?

Viele sehr günstig über das Internet oder in Warenhäusern erstandene Bonsai gehen ein, weil sie mit minderwertiger Erde aus Asien importiert werden, gestresst in den Verkauf kommen und vom neuen Halter meist ohne dessen Schuld zu Tode gepflegt werden (dauerfeucht mögen es nur Teichpflanzen). Kaum einem Erstkäufer ist bewusst, dass Bonsai mehr mit einem Haustier als mit einer Zimmerpflanze gemein hat.
Einen Bonsai pflegen und gestalten kann jeder lernen. Die notwendigen Grundkenntnisse sind an einem Nachmittag leicht erlernt. Für einen Einstieg mit Erfolgsgarantie empfiehlt sich daher die Kontaktaufnahme zu einem Arbeitskreis oder lokalen Bonsaifreunden, wo Unterstützung und Kompetenz in Sachen Bonsai zu finden ist.

6.) Wie kann ich meine Bonsai überwintern?

Wenn die Freiland-Bonsai mit der Schale zusammen im Garten eingegraben wurden, dann reichen in der Regel die vorhandenen Niederschläge aus, um ein Vertrocknen der Pflanze zu vermeiden. Dann müssen sie nicht weiter gegossen oder besonders gepflegt werden. Wenn die Möglichkeit dieser Überwinterung nicht vorhanden ist, dann füllen Sie eine Kiste mit Torferde ab, stellen die Pflanze mitsamt der Schale dort hinein und decken sie dann so hoch mit Torferde ab, dass die gesamte Schale einige Zentimeter bedeckt ist. Einfacher geht es auch, wenn die auf dem Boden stehenden Bonsai mit Lauf bedeckt werden, das reicht in den meisten Fällen auch als Frostschutz.

Bei Zimmer-Bonsai ist das Gießen ein wenig aufwendiger, da die Raumluft im Winter trockener ist. Die Pflanzen müssen in der Regel mehr gegossen und evtl. auch besprüht werden. Aber das ist je nach Pflanzenart sehr unterschiedlich. Gummibäume und alle Ficus-Arten vertragen auch einmal eine längere Trockenheit, andere Laubbäume wie Ulme, Junischnee usw. müssen gleichmäßig feucht gehalten werden. Je nach Standort, Lichtverhältnissen und Größe der Pflanze muß dementsprechend gegossen werden. Dafür gibt es leider keine feste Regel.

7.) Was ist ein Arbeitskreis?

Ein Bonsai-Arbeitskreis ist eine Interessengemeinschaft von Bonsaifreunden, die sich zusammengeschlossen haben, um sich über ihr gemeinsames Hobby auszutauschen, von einander zu lernen, gemeinsam Workshops zu besuchen oder auf Yamadoritour zu gehen. Häufig trifft man sich dazu regelmäßig bei den einzelnen Mitgliedern.

8.) Welche Verpflichtung bringt die Mitgliedschaft in einem Arbeitskreis mit?

Keine. Schön ist es natürlich sich zu engagieren, um unser Hobby bekannter zu machen – z.B. bei gemeinsamen Ausstellungen. Ansonsten kostet die Mitgliedschaft nur Zeit.

Wir erwarten, dass jedes AK-Mitglied sorgsam mit den Kontaktadressen der anderen Mitglieder umgeht, um möglichen Diebstahl zu verhindern.


 

Du hast Interesse an unserem Bonsai-Arbeitskreis bekommen? Dann nimm doch einfach Kontakt zu uns auf!